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Improliga Rundbrief: 4. Quartal 1999

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ANLAGE 1 / EMSCHERBLUT

Unser Jahr war sehr bestimmt durch die Vorbereitung und Ausführung der Europameisterschaft. Wir haben mit Gruppen aus Schweden, Österreich, Frankreich, Italien, Belgien, England und Holland gespielt. Der zentrale Spielort war Dortmund, aber wir haben auch noch andere Städte im Ruhrgebiet bespielt. Vormittags gab es Aufführungen in Schulen. Die Spielsprache war (bis auf ein paar Ausnahmen) englisch.
Für die Spieler war das weniger ein Hindernis, als für das Publikum. In den Schulen hatten wir genügend Publikum (vor allem Schüler aus Englischkursen und Theater AGs). Bei den abendlich Kleinkunstbühnen hatten wir gerade in der Mitte der Woche erhebliche Einbrüche.
Die Eröffnung und die Finalrunden waren hingegen ausverkauft.
Die Stimmung zwischen den Gruppen war von Anfang an sehr gut und die Nächte dementsprechend lang. (Gegen Ende des Festivals konnte man dies auch an der Kondition der noch im Rennen befindlichen Gruppen sehen). In der Finalrunde waren Italien und Österreich, wobei Österreich den Pokal gewann.

Unser Ziel, eine Mischung aus den Systemen von Leduc und Johnstone zu machen, hat gut funktioniert. Somit ist ein erster Schritt getan, die Grenze zwischen den französischen Ligagruppen (nach Leduc) und den englischen Theatersportgruppen (nach Johnstone) abzubauen und einen Austausch in Gang zu setzen. (Wir werden z.B.: schon im Mai Spieler der LIF wieder bei uns haben).
Wir haben dabei von Leduc vor allem die Schiedsrichterrolle und ihre Zeichen (revidiert) (s. Anlage 1 B). übernommen, ohne das ganze Setting des strengen Ablaufs mit zu übernehmen, sondern diesen offenen Rahmen haben wir vorn Theatersport beibehalten.
Ich denke. es lohnt sich auf alle Fälle, sich mit beiden Systemen auseinander zusetzen, vor allem, wenn man der Unmut über die Matchs für die DM hört, bei dem das unproffessionelle Verhalten der Schiedsrichter eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat.
Natürlich muß auch der Schiedsrichter trainiert werden, weil es schon auch Mut und Entscheidungsrisiko erfordert, direkt im Spiel zu bewerten, zumal, wenn allen (Spielern und Publikum) die Kriterien hierfür klar und nachvollziehbar sind.
Es war auch sehr interessant, die verschiedenen Spielweisen der Gruppen zu sehen, wobei zum Teil nationale Klischees positiv auftraten: z.B.: die ruhige Spielweise der Schweden gegenüber der sehr körperlichen und bildhaften der Italiener.
Und nun zur Verbindung zur DM und der Diskussion über Matchs:
Ich finde es eine großartige Möglichkeit, wenn Gruppen miteinander spielen können und dabei sowohl ihre
eigenen Stärken und Besonderheiten zeigen können (bei den vergleichenden Impros), als auch mit den anderen
neue Wege finden müssen (gemischte Impros).
Natürlich ist dies schwierig, kann in die Hose gehen oder unter Niveau bleiben. - Aber ich habe auch schon viele gute Matchs gesehen, mehr noch natürlich mittelmäßige und ein paar richtig schlechte. (Dies habe ich aber auch bei gemischten Mannschaften (Dreamteams) gesehen, die oft kein Team waren, und unsicher durch den Abend stolperten).
Theater ist immer auch Leistungsvergleich, egal, ob als Einzelner zu meinen Kollegen auf der Bühne, oder als Team zu anderen Teams. Es liegt immer sehr viel an der momentanen Stimmung und wie jeder von uns mit Stress umgehen kann. (Daß es dabei die relativ jungen und/oder Amateurgruppen sind, die für Stress sorgen, sagt ja auch etwas aus).
Aber niemand, der gern Fußball spielt. wird aufhören Fußball zu spielen, nur weil es auch viele schlechte Spiele gibt, bei denen viel geholzt wird und das Zusammenspiel nicht klappt.
Andererseits finde ich es schizophren, sich dauernd über die Konkurrenz zu beklagen und daß Theatersport keinen Spaß mehr macht und ihn dann doch zu spielen (weil er eben Publikum zieht und Geld bringt). -Vielleicht sollten die Leute, denen es keinen Spaß mehr macht, einfach ein paar Runden aussetzen und die Vielfalt der anderen Improformen benutzen. Aber bitte sich nicht dauernd beklagen und es dann trotzdem weitermachen und somit auch denen den Spaß nehmen, die es wirklich gern weitermachen wollen.
Vielleicht aber unterschätzen wir auch die Schwierigkeit und die Leistung. die wir erbringen, wenn wir als zwei Gruppen miteinander spielen. Es ist natürlich immer leichter, einen oder zwei Gäste zu integrieren, als ein ganzes Team (da die Gruppe etwas anderes ist als die Stimme der Einzelpersonen). Und außerdem: In jeder Show gibt es schließlich auch Szenen, die nicht gut waren, obwohl man im eigenen Team gespielt hat.

Drittens haben wir noch nicht alle Möglichkeiten eines guten Settings erschöpfend ausprobiert und ausgewertet. Für mich ist dabei der Schiedsrichter sehr wichtig. Deshalb wäre es gut,. zumindest diesen Punkt für die DM gut zu durchdenken.

In diesem Zusammenhang sollten wir nach der DM einen Termin für einen neuen Runden-Tisch finden (und eine Gruppe, die die Ausrichtung übernimmt), weil bis dahin bestimmt viel Diskussionsstoff vorliegt, den man nicht nur im Rundbrief darstellen kann, sondern für den es ein Forum für eine lebendige Auseinandersetzung geben sollte.

 

ANLAGE 2 / REISEBERICHT "5th International Impro Theatre Festival 10.-17. 10. 99" (Amsterdam)

Der ERÖFFNUNGSABEND war ein Match der vier beteiligten Teams gegeneinander in einem 250-Plätze-Theater. Sie nennen das Format "The Challenge". Durch einen Riesenwürfel wird für jede Szene die Kategorie bestimmt:
Geschichte/ freie Wahl/ action/ Gefühl/ Ratespiel/ Musik. Der Schiri gibt nur Minuspunkte, Publikumspunkte gibt jeweils 1 Zuschauer (erste bis fünfte Runde). Ausgewürfelt werden auch zusätzliche Aufgaben wie Länge der Szene, Solo, alle Spieler, ohne Worte.
Mir neue Spiele:
"EMOTIONAL PARTY". Das ist wachsen+schrumpfen, aber es bringt jeder (wie bei emotinaler Arbeitsplatz) ein Gefühl fur alle mit
"PUPPET". Als Solo mit einem Zuschauer.
"Woran denkst du bei LIEBE". Gedicht, simultan getanzt - mit schönen asks-for nach 1 Liedzeile,ungewöhnlichem Hobby, ‚Was du schon immer mal machen/ sein wolltest'...
"TRAILER". Gespielt wird ein Werbefilm für den Kinofilm ‚Sein Leben' (wozu ein Zuschauer befragt wird: wovon lebst du + dein Partner soll deinen wichtigsten Charakterzug sagen)

DIE SECHS POLGENDEN ABENDE fanden alle in einem 99-plätze-theater (4 teams, 7 acts) statt - ein sehr intimes festival!) Für die 3 Überseegästegruppen waren nichtmal die Flugkosten sicher gedeckt... die kamen vor allem wegen intensivem Austausch + liebevollem Sozialprogramm (Ausflug, Spezialitätenessen, Stadtführung etc) Damit genug Zeit für all die schönen Sachen ist, waren die workshops sehr kompakt + kurz: nur drei Nachmittage je drei Stunden (nur für Aktive und Fortgeschrittene - mit je 15 Mak spottbillig).

DIE GASTGEBENDE THEATERSPORTVERENIGING AMSTERDAM hat ca. 100 Mitglieder: wenige Profis, der Rest sind Kursteilnehmer d.h. Schüler. (die stellten, mit Anhang, auch 90% des Publikums!)
DIE TÄGLICH ERSCHEINENDE FESTIVALZEITUNG ,"impro tribune" war toll gemacht - informativ, kompetent und wurde viel gelesen!

Workshop 1 (bei André/ TV Amsterdam):
"DILEMMAS". Es ging um ne Ausgangssituation nach eigener konstruktion für ne Langform (‚de kribbenbijter' - jemand, der Scherereien macht). Einer kriegt nen starken Wunsch, einer warnt/ versucht abzuhalten, einer fördert/ verführt - klingt zunächst etwas läppisch, aber abends dann gesehen, was drei alte Hasen da Fantastisches rausholen an Tiefe, Zerrissenheit, Ambivalenz, Spannung, Wahrheit, Mitgefühl! Wow!!! ... Habe André hinterher gefragt, ob er nicht Angst hat, dass nur ein Fachpublikum ermessen kann, was da für ne Improleistung drinsteckt? Er meinte, er will nur gutes Theater machen, aber halt mit dem "gewissen Kick", den inszeniertes Theater nicht habe. Hat mich im Übrigen daran erinnert, dass ich Keithens Maxime "Ändere Dich!" (speziell. die Charakterändeung) schon immer etwas schwer/ theoretisch fand. Die Konstruktion Dilemma/ Wunsch/ Konflikt / Entscheidung hat dagegen sehr viel mehr Erdung d.h. Leben.
Workshop 2 (mit Tom Salinski ‚The old spontaniety shop/ London)
Es ging um directing und Gorilla. War nicht viel Neues für mich, aber mir ist klar geworden, warum der Große Meister zuerst Theatersport und dann Gorilla und Micetro. erfunden hat -: Directing bringt dem Zuschauer das echte Irnpro-Gefühl (wieder?); d.h. die Prozßhaftigkeit/ Änderbarkeit des Bühnengeschehens.
Workshior 3: ‚Ungewöhliche Spiele' -mit Simon Peacock ‚On the spot'/ Montreal
Sehr erataunlich, dass ein so erfahrener, guter, anspruchsvoller Spieler wie Simon offenbar eine (unterdrückte) Liebe zu den blödesten/ durchgeknalltesten filler-games hegt. Ich wußte nicht, was es für irre Quatschspiele gibt. Mein persönlicher Liebling: "Bould have said" - wie neue Wahl, aber die neue Wahl muss sich auf die gestrichene reimen. Oder "Two puppets" - man ist sowohl Puppe als auch Spieler des anderen, springt aIso ständig hin und her.

MICETRO: directed by Deborah und Tom aus London.
Fünfzehn Spieler, dreizehn davon aus den vier Festival-Teams, ein Beobachter aus Belgien (Marc) - und ICH (!).
Wahnsinnig viele Vorgaben und Eingriffe seitens des Coaches/ Directors - angefangen von Ausgangssituation und kompletter Personalverteilung bis hin zu ständigen Eingriffen/ Handlungsanweisungen/ Vorgaben von Dialogsätzen in laufende Szenen. Ich empfand's als Spieler als zuviel, die meisten anderen genossen es, von jeder Verantwortung frei zu sein. Das Schönste war die Solo-Show des Belgiers: hatte sich schnell zum Publikumsliebling entwickelt, flog trotzdem nach der ersten Runde raus und hat ne wunderbare Show daraus gemacht, wieder rein zukommen bzw. weiter mitspielen zu wollen. (Hihi, da fälIt mir noch ein Höhepunkt aus einem match ein: in einer Typewriter-Szene, war ein Spieler unzufrieden mit dem Ende, das der Typewriter seiner Rolle zuschrieb und ersetzte diesen kurzerhand. Super!)
Apropos: IMPRO als Spiel der Möglichkeiten! (...leider nicht gesehen, nur erzählt bekommen: die Langform der Kanadier) - ‚W. Shakespeare, Eh?' Eine ‚klassische' Geschichte, nach dem zweiten Akt werden v0n der gleichen Geschichte drei alternative Scüsse gezeigt: Tragödie, Komödie, Liebesgeschichte.
Ja, ausser micetro waren alle shows geteilt: erste Hälfte ein rnatch, zweite Langform.
Apropos LANGFORMEN: von Holländern und Amis je ein Musical gesehen (ohne weitere Struktur), gute Musiker, gute Sänger, aber teilweise zu dünne Charaktere. Is mir sehr aufgefallen: in Langformen braucht's Figuren mit Tiefe, mit Sowohl-als-auch, mit einem echten Auftrag, sonst verliert man schnell das Interesse an ihnen. Zu viele unserer Theatersportrollen sind flach wie ein ‚Zeugen-Jehovas-Cornc' und tragen grademal drei Minuten.
Das scheusslichste war ne gemeinsame latenightshow irn und mit BOOM/ Chicago.Das ist ein von Amis in Amsterdam betriebenes Comedy-Theater. Sie spielen auf Englisch, normalerweise- nur die halbe show als Impro, grösstenteils wohl für Touristen. Die Atmosphäre was zwischen Hofbräuhaus und Disco, alle Spieler mit dröhnenden Microports. Das ist dann wie Videoclipsgucken, nach fünf Minuten war mir egal, ob die Spieler auf der Bühne wirklich sterben oder nur so tun als ob. Und das, obwohl da ne crème erstklassiger Komödianten versammelt war! Abendland, hüte dich vor scheusslichen Rahmenbedingungen und Selbstverheizung!!
Bei den matches habe ich mich schnell sattgesehen. Die Schiris erstaunlich helI/ straight/ rigide (abhupen und freeze - neue Vorgabe - noch 30 Sekunden), auch im Vorgabenholen blitzschnell annehmend, statt der Spieler entscheidend. Gesehen: nochmal SPEZIFIKATIONEN (siehe oben) - ‚diesem Mädchen ist was Schlimmes passiert, nämlich...'; ‚Dieser Prinz hat einen Vorschlag, nämlich...' CLAPCLAP: durch zweimal Klatschen wird neue Wahl verlangt (ein Erzähler - alle anderen nur Pantomime) VORWÄRTSRÜCKWÄRTS: blödsinniges Spiel, aber wenn man's richtig physical spielt Superkörperactionn. Vorgabe: ‚Was man am Wochenende macht'. Dann lässt ein coach immer wieder Teile rückwärts laufen. GROMMOLOOPER MIT ÜBERSETZER: Super!! ARMS ALS PUBLIKUMSSPIEL: zwei Experten (‚...worüber sie schon immer mehr wissen wollten'), dazu ein Zuschauer, der für beide die Armemacht.

Was Nachträgliches:
Warum ich ‚Gorilla' machen möchte: das scheitern ist integraler Bestandteil, d.h. für guten Gorilla braucht's total verkackte Szenen, weil die Zuschauer wollen die Strafen sehen!
Die 100 Mitglieder von TVA sind sehr straff nach Leistungsgruppen sortiert.

Sigi Weckerel (‚6 auf Kraut')

 

ANLAGE 3 / FAST-FOOD-THEATER

Betr. Theatersport, Deutsche Meisterschaft.

Liebe Freunde,

vor sechs Jahren fand die zweite Deutsche Meisterschaft in Hamburg statt. Anschliessend gab es einen Runden Tisch, bei dem alle Beteiligten unisono sagten: Wir müssen den Druck aus den Städtematches rausnehmen, denn die Qualität leidet darunter, der Spass den die Teams miteinander haben, ist letztendlich verlogen, denn jeder will tatsächlich gewinnen und gespielte Lockerheit ist das Peinlichste was es gibt.
Ihr alle kennt das Problem aus euren eigenen Theatersport Erfahrungen. Und wie nun die Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft gezeigt haben, ist alles nur noch schlimmer geworden. Teams mussten gegen feindliche Zuschauerwände anspielen.
Das kann nicht Sinn der Sache sein.
Was hat sich denn eigentlich geändert, seit 1994 in Hamburg? Die Springmause spielen überhaupt kein Turnier mehr mit, die Tübinger auch nicht, weil sie primär nur noch mit sich selber spielen und wir haben unseren fastfood theatersport Cup mit Imageteams und Gästen erfolgreich etabliert.
Und sonst?
Titel, Titel, Titel, verkrampftes Lächeln, nettes Umarmen, unsere Meisterschaft 1996 nicht ausgenommen. Qualität?? Spontaneität????? Fehlanzeige.

Wir haben uns deshalb entschlossen an keinen Titelkämpfen mehr als Theatersport Team unter dem Namen fastfood theatre teilzunehmen.
In gemischten Teams gerne in ausgelosten Runden gerne, in allem Möglichen, nur nicht in dieser nach Titel und Ehren fordernden Turnierform.
Leider steht unsere Zusage für Nürnberg schon langer fest, als unser jetziger Entschluss. Deshalb stehen wir natürlich zu unserer ursprünglichen Zusage und werden als fastfood theater mitspielen, sollte es organisatorische Schwierigkeiten geben.
Aber wir hoffen, dass ihr alle die Idee unterstützt, in Nürnberg ein Zeichen zu setzen und eine andere unverkrampfte Form des Theatersports zu finden.

Wir wünschen Sechs auf Kraut ein gutes Händchen und viel Mut, über den eigenen Schatte zu springen und gegen die Verlockungen des totalen Spektakels zu setzen.

Mit besten Grüssen
Euer FAST FOOD THEATERSPORTTEAM

 

ANLAGE 4 / TATWORT-Improvisationstheater

Hallo, alle miteinander,

Thema Open Air: Bernd hat ja seine Erfahrungen in den letzten Rundbriefen schon beschrieben. Auch wir haben so unsere Erfahrungen gemacht und letzten Sommer sogar einen Preis gewonnen: Yes Sir. Den Hessischen Kleinkunstpreis der Harlekinade von Wabern
Also - auf die Straße mit Impro da liegen die Preise nämlich nur so rum.
Fazit: im Sommer draußen spielen macht Spaß, regt an. Allerdings sollte der Raum für Publikum und Sühne klar definiert sein.

Thema Meisterschaft: Wir finden es sehr bedauerlich, daß bereits im Vorfeld ein starkes Konkurrenzdenken herrscht und einige Mannschaften (die ich hier nicht näher bezeichnen möchte, nur soviel: sie sind teilweise im fränkischen Raum anzutreffen) anscheinend alle Register ziehen, um unbedingt dabei zu sein. Das hat solche Ausmasse angenommen, daß wir uns stark überlegt haben, überhaupt mitzumachen. Der Titel ,,Deutscher Meister" läßt anscheinend viele vergessen, daß es hier eigentlich um nichts geht - außer um Spaß. Vielleicht sollte man den Preis umbenennen, "1. Deutscher Kleister" oder so, um diese Anspannung etwas zu lösen, die sich in einigen Hirnen breitgemacht hat.

Soviel von uns.

Alles Liebe von Annette, Birgit, Chin, Christian, Dorothea und Werner

 

ANLAGE 5 / THEATER KOPFLOS-Improvisationstheater

Unsere Truppe heisst Theater Kopflos und existiert seit vier Jahren in Hannover, der heimlichen Hochburg des Niedersächsischen Improtheaters. Wie die meisten bereits wissen, buhlen hier ja vier freie Improtruppen um die Gunst des Publikums, inklusive einer durch einen gigantischen Medienhype unterstützten Gruppe um Volker Quandt, die im übrigen auch die Theatersport-Lizenz für Hannover erworben hat. Die freien Gruppen pflegen zum Glück einen mehr oder minder ergibiegen Austausch, und konnten sich bis jetzt trotzdem alle ein Publikum sichern.

Mittlerweile gab es zwar ein paar Zu- und Abgänge, aber im Kern sind wir uns seit vier Jahren treu geblieben. So ist eine gemischte Zusammensetzung aus Clowns, Jongleuren, Ingeneuren, einer Physiotherapeutin, einem Baubiologen und einem Lehrer entstanden. Seit nunmehr einem Jahr sorgt Christian als Pianist begleitend für den richtigen Ton. Gelernt haben wir bei verschiedenen Theaterpädagogen und in Workshops. Besonders viel Spass hatten wir dabei mit Markus Kreuter (005/Münster) und Jörg Göddert (Instant Impro/Bremerhaven). Unsere künstlerische Heimat ist das soziokulturelle Zentrum Faust e.v. in Hannover-Linden. Dort treten wir regelmässig in unregelmässigen Abständen auf...! Während wir anfangs nur Impro-Shows gespielt haben, stürzen wir uns jetzt auch munter in das Abendteuer Match!!!!

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»Vielfalt – Impuls hat die Stücke«
Impuls-Theater-Verlag
23. Oktober 2014, 12:05 Uhr
info@theaterverlag.eu
http://theaterverlag.eu/34.Improliga_Rundbrief.html?lc%5Bitem%5D=1999-4&PHPSESSID=565ec4f018503a106941000b0e92c574
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