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Improliga Rundbrief: 3. Quartal 2004

1. Quartal 20062. Quartal 20063. Quartal 2006 
1. Quartal 20052. Quartal 20053. Quartal 20054. Quartal 2005
1. Quartal 20042. Quartal 20043. Quartal 20044. Quartal 2004
 2. Quartal 20033. Quartal 2003 
1. Quartal 20022. Quartal 20023. Quartal 20024. Quartal 2002
1. Quartal 20012. Quartal 20013. Quartal 20014. Quartal 2001
 2. Quartal 20003. Quartal 20004. Quartal 2000
1. Quartal 19992. Quartal 1999 4. Quartal 1999
1. Quartal 19982. Quartal 19983. Quartal 19984. Quartal 1998
1. Quartal 19972. Quartal 19973. Quartal 19974. Quartal 1997



Anlage 1

Günter Lösel, Theater ohne Absicht,
Buschfunk Vlg., 2004, ISBN 3-7660-9104-2

Ein Herz-, Hand- und Hirnbuch für Improvisationstheater, wie es im Untertitel heißt. - Und zu Recht. Man merkt dem Buch an, dass es ein begeisterter Improspieler geschrieben hat, der dem Improtheater seinen eigenen Stellenwert zuordnen kann, als eigenständige Form des Theaterspielens (neben dem klassischen Theater der großen Bühnen, neben den Comedy- und Kabarettshows, etc.).
Soweit zum Herz, als Handbuch hat es konkrete Anleitungen mit einigen neuen Ansätzen, z.B.: Figuren zu erarbeiten und in Beziehung zu setzten. Als Hirnbuch ist es zu empfehlen, weil es zahlreiche Links zu Basisinformationen und Theorien gibt (vornehmlich aus dem psychologischen Bereich) und somit einen fundierten Hintergrund für die aufgestellten Theorien erschließen kann.


So sind im Anfangsteil einige schöne, weil beflügelnde Ideen; wie z.B.: das Publikum (auch 4. Wand) als Projektionsfläche für starke emotionale Bilder zu sehen. Oder: Sprachäußerungen und Gefühle für Geschmacksrichtungen zu äußern. Letztendlich vom was? Auf das wie? einer Äußerung, eines Prozesses zu kommen.

Es werden einige paradoxe Thesen präsentiert, die gleichwohl dann auch nachgewiesen werden z.B.: "Nicht zu wenige, aber sondern zu viele Ideen sind das Problem!" oder: "Die Reaktion ist das Wichtige (schafft Bedeutung), nicht die Aktion!" Natürlich ist dies hier verkürzt dargestellt-. Es gibt noch mehr Informationen und Theorien dieser Art, die zum Teil staunen machen. Schließlich soll es vor allem den Appetit nach mehr wecken.

Denn wer sich durch die sehr fundierten Überlegungen (und den damit verbunden Übungen) zur Assoziation durchgearbeitet hat, erfährt spätestens im Kapital über die Figuren reichhaltige neue Ansätze, wie man Figuren aufbauen kann ( ohne sie zu überladen= und wie man sie dann in Beziehung setzten kann ( im wahrsten Sinne erstmal über eine Stellprobe). Diese ermöglicht gleichzeitig auch das Durchspielen eines Handlungsablaufes und somit Geschichtenaufbaus (Hier wird eine kurze, komprimierte Darstellung der Struktur/Figuren der "Heldenreise", nach Vogler: Odyssee des Drehbuchautors, im Sinne es wirklichen Handbuches gegeben, d.h. man kann sich viel Arbeit - und den Vogler - sparen.)

Auch für die Geschichten und den dramaturgischen Aufbau gibt Lösel ein spannendes Modell, mit dem man Geschichten aus der linearen Zweidimensionalität dreidimensional machen kann (in Form eines Spannungsdreiecks, dem die Hauptelemente der Geschichte zugeordnet werden).
Anhand der 20 Masterplots gibt er einen Überblick wie man damit arbeiten kann. (Gleichzeitig erhält man so eine komprimierte Zusammenfassung der Masterplots).

Zu guter letzte geht er dann auf die verschiedenen Storyediting Möglichkeiten (Techniken beim Geschichtenerzählen) ein, so dass mit diesem Buch ein umfassender Aus- und Einblick gegeben wird: Von den kleinsten Einheiten (der Assoziationen) über das "Fleisch" der Geschichten: die Figuren bis hin zum "Skelett": der Dramaturgie der Story.


Zum Schluss kleine Kritikpunkte (als Anregung):
Die Basisausführungen über die Assoziationen (Kapitel 3) sind mir zu ausführlich. Weshalb ich mir den Hinweis des nachfolgenden Kapitels (Zitat: "Die Möglichkeiten, Assoziationen zu produzieren… sind auch unmittelbar nachzuvollziehen, falls jemand das Kapitel überblättert hat")am Anfang des 3. Kapitels als Einleitung und Hinweis gewünscht hätte. 2.: Bei soviel fachlicher Kompetenz hätte ich mir am Schluss des Buches eine Literaturliste gewünscht. 3.: Schade wenn sich Begrifflichkeiten überschneiden: so hätte ich mir bei der Technik: des "Ich-erzählens" einen Hinweis auf die hierzu sich anbietende Technik des "Innerer Monologs" gewünscht, (auch als Marlowe bekannt), da hier auch sehr gut die Gefühle und inneren Gedanken des Erzählers eingesetzt werden können, er aber zusätzlich mitspielt. Und 4.: ich finde Aufmachung (Deckblatt) des Buches für ein lebendiges Improtheater zu unansprechend. - Aber das ist jetzt schon sehr Geschmackssache.

Ansonsten: kaufen, lesen, durcharbeiten und anwenden!! - Es wird sich lohnen.

Bernd Witte



Anlage 2

EMSCHERBLUT

Liebe KollegenInnen,

die nächste Dt. Meisterschaft steht an, es wird einen Improkongre0 geben mit Podiumsdiskussionen und es ist sogar eine WM (2006) angedacht.
In diesem Zusammenhang möchte ich eine Diskussion eröffnen, die im allgemeinen meist erst nach solchen Veranstaltungen geführt wird: nämlich die, über die Bewertung innerhalb der Matchs.
Da wir bei Emscherblut viele Formen ausprobiert haben, möchte ich die Form ins Spiel bringen, die sich in unseren Augen am meisten bewährt hat.
Wir haben sie dem französischem System (Leduc/Gravel) entnommen. Der Schiedsrichter hat hier klare Vorgaben, was er bewertet. Es sind alles Punkte, die sich aus dem Spiel ergeben und dem Spielverlauf nützlich sind. Der Schiedsrichter macht genau an der Stelle, wenn das Foul stattfindet, ein Geräusch und ein Zeichen, so dass sich die Zuschauer erinnern, wann es war. Das Spiel geht aber ungehindert weiter. Nach dem Durchgang erklärt er dann, weswegen er gepfiffen hat. Dabei gibt es keine Diskussionen, sondern nur Erklärungen.
(Wenn man will, kann man auch die Zuschauer mit ein, zwei Plakaten in die Regeln einweisen. Es ist aber nicht unbedingt nötig, da die Zeichen ja begründet werden und die Zuschauer auch so verstehen, was eine Verwirrung, Thema verfehlt, etc. ist)Zuschauer fühlen sich bei dieser Art wohl, weil sie sich ernst genommen fühlen in ihrer Abstimmung (warum sollten sie Punkte vergeben, die der Schiedsrichter eventuell mit 50 Spaßpunkten zunichte machen kann). Auch das Spiel selbst wird, bei allem Spaß, den es inhaltlich machen sollte, als ernste Form wahrgenommen.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Schiedsrichter genau weiß, worauf er achten muss. Er braucht sich auch keine besonders originellen Bewertungen und Fehler ausdenken und es ist eine Bewertung, die für alle Matchs gleich angewandt werden kann. Dies ergibt grade bei den großen Festivals, wo mehrere Matchs ja miteinander verglichen werden, eine gerechte Bewertung. Ich denke, letzteres sollte der Hauptpunkt der Überlegung sein.
Zusätzlich, reizvolle Möglichkeiten hat der Schiedsrichter, indem er Zeitvorgaben machen kann (die nächste Impro dauert: 1, 2… 10 Minuten) so dass sich Kurzgeschichten oder lange Stories ergeben und der Gleichfluß, der sich manchmal einstellt, unterbrochen wird.
Ebenso kann er Spielerzahlen festlegen, von Soli über: von der einen Mannschaft nur die Männer, von der anderen die Frauen. Oder je nur 1 Hauptspieler, die anderen müssen Ambiente machen, etc. Auch dies wird unter dem Gesichtspunkt der Dramaturgie des Abends einsetzt.
Der Punkt: "verspätetes Spiel" ist für die gemischten Impros zu verstehen, weil diese im französischen System immer von beiden Mannschaften gleichzeitig angefangen werden müssen. Man kann also nicht erst die eine Mannschaft arbeiten lassen und dann dazu kommen. Sondern es muss ein wirklich gemeinsamer Anfang improvisiert werden Dies sind Zusatzmöglichkeiten, die in der Punktierung aber unten stehen. (s. Anhang: Schirizeichen: die beiden letzten Punkte).

Es steht dann offen, ob der Schiedsrichter jeweils einen Strafpunkt vergeben kann; wobei jede Mannschaft 3 Strafpunkte sammeln kann, ehe diese als positive 3 Punkte der anderen Mannschaft gut geschrieben werden.
Oder ob er - je nach Schwere des Fouls - genauso viel Punkte wie das Publikum vergeben kann (also differenzieren kann zwischen 1 und 3).
Oder ob das Publikum für beide Mannschaften abstimmt, wobei nur die Mannschaft die Punkte bekommt, die die meisten Stimmen hat.
Oder ob für jedes Spiel einzeln abgestimmt wird, so dass immer beide Mannschaften Punkte bekommen.
All dies wäre jetzt ein zweiter zu diskutierender Punkt.

Aber mein Anliegen ist das Schiedsrichtersystem zu überdenken, als Anregung für die nächsten Meisterschaft, als Diskussionspunkt beim Improkongreß oder auch hier im nächsten Rundbrief.

Bei Unklarheiten oder für detaillierte Informationen stehe ich gerne zur Verfügung: einfach anrufen oder mailen.

Liebe Grüße

Bernd Witte



Anlage 3



Hallo liebe Improgemeinde,

wir, das Orgateam der DM 2005, möchten euch immer auf dem neusten Stand halten.
Bislang haben sich ca. 35 Gruppen bei uns angemeldet. Alle bekamen eine Anmeldebestätigung. Sollte dies für irgendjemanden nicht zutreffen, so meldet euch bitte umgehend bei uns. Unter anmeldung@impro-meisterschaft.de erreicht ihr uns.
Weitere Informationen gibt es momentan nicht, außer das wir natürlich auf Sponsorensuche sind. Sobald sich etwas Neues tut, werden alle von uns informiert.
Wir wünschen euch einen schönen Sommer und viel Spaß bei allem, was ihr tut.

Liebe Grüße vom DM Team

Birgit und Werner von Tatwort, Birgit und Roland von Isar 148



Anlage 4



Hallo ihr Impros aus nah und fern!
Wir grüßen euch aus Halle und wollen euch schon mal mitteilen, dass die zweite Impronale vom 03. bis 05.12.2004 in Halle stattfindet. Macht euch also schon mal einen Vermerk in euerem Kalender!
Außerdem kann man sich wieder für den Improkal bewerben für neue Improformate, also seid kreativ und innovativ und viel Spaß beim Experimentieren, wir sind gespannt darauf!!!!
Herzliche Grüße
Das Impronaleteam

Franka Söll
Improvisationstheater
http://www.kaltstarthalle.de
Tel.: 0345 / 2022134
. . .
»Zeit für Theater – Impuls-Theater-Verlag«
Impuls-Theater-Verlag
23. November 2014, 09:11 Uhr
info@theaterverlag.eu
http://theaterverlag.eu/34.Improliga_Rundbrief.html?lc%5Bitem%5D=2004-3&PHPSESSID=9bdb08641394e4ccfeacb60f5bd88ad7
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