Improliga Rundbrief: 3. Quartal 2004 Anlage 1 Günter Lösel, Theater ohne Absicht,
Ein Herz-, Hand- und Hirnbuch für Improvisationstheater, wie es im Untertitel heißt. - Und zu Recht. Man merkt dem Buch an, dass es ein begeisterter Improspieler geschrieben hat, der dem Improtheater seinen eigenen Stellenwert zuordnen kann, als eigenständige Form des Theaterspielens (neben dem klassischen Theater der großen Bühnen, neben den Comedy- und Kabarettshows, etc.). Anlage 2 EMSCHERBLUTLiebe KollegenInnen, die nächste Dt. Meisterschaft steht an, es wird einen Improkongre0 geben mit Podiumsdiskussionen und es ist sogar eine WM (2006) angedacht. In diesem Zusammenhang möchte ich eine Diskussion eröffnen, die im allgemeinen meist erst nach solchen Veranstaltungen geführt wird: nämlich die, über die Bewertung innerhalb der Matchs. Da wir bei Emscherblut viele Formen ausprobiert haben, möchte ich die Form ins Spiel bringen, die sich in unseren Augen am meisten bewährt hat. Wir haben sie dem französischem System (Leduc/Gravel) entnommen. Der Schiedsrichter hat hier klare Vorgaben, was er bewertet. Es sind alles Punkte, die sich aus dem Spiel ergeben und dem Spielverlauf nützlich sind. Der Schiedsrichter macht genau an der Stelle, wenn das Foul stattfindet, ein Geräusch und ein Zeichen, so dass sich die Zuschauer erinnern, wann es war. Das Spiel geht aber ungehindert weiter. Nach dem Durchgang erklärt er dann, weswegen er gepfiffen hat. Dabei gibt es keine Diskussionen, sondern nur Erklärungen. (Wenn man will, kann man auch die Zuschauer mit ein, zwei Plakaten in die Regeln einweisen. Es ist aber nicht unbedingt nötig, da die Zeichen ja begründet werden und die Zuschauer auch so verstehen, was eine Verwirrung, Thema verfehlt, etc. ist)Zuschauer fühlen sich bei dieser Art wohl, weil sie sich ernst genommen fühlen in ihrer Abstimmung (warum sollten sie Punkte vergeben, die der Schiedsrichter eventuell mit 50 Spaßpunkten zunichte machen kann). Auch das Spiel selbst wird, bei allem Spaß, den es inhaltlich machen sollte, als ernste Form wahrgenommen. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Schiedsrichter genau weiß, worauf er achten muss. Er braucht sich auch keine besonders originellen Bewertungen und Fehler ausdenken und es ist eine Bewertung, die für alle Matchs gleich angewandt werden kann. Dies ergibt grade bei den großen Festivals, wo mehrere Matchs ja miteinander verglichen werden, eine gerechte Bewertung. Ich denke, letzteres sollte der Hauptpunkt der Überlegung sein. Zusätzlich, reizvolle Möglichkeiten hat der Schiedsrichter, indem er Zeitvorgaben machen kann (die nächste Impro dauert: 1, 2… 10 Minuten) so dass sich Kurzgeschichten oder lange Stories ergeben und der Gleichfluß, der sich manchmal einstellt, unterbrochen wird. Ebenso kann er Spielerzahlen festlegen, von Soli über: von der einen Mannschaft nur die Männer, von der anderen die Frauen. Oder je nur 1 Hauptspieler, die anderen müssen Ambiente machen, etc. Auch dies wird unter dem Gesichtspunkt der Dramaturgie des Abends einsetzt. Der Punkt: "verspätetes Spiel" ist für die gemischten Impros zu verstehen, weil diese im französischen System immer von beiden Mannschaften gleichzeitig angefangen werden müssen. Man kann also nicht erst die eine Mannschaft arbeiten lassen und dann dazu kommen. Sondern es muss ein wirklich gemeinsamer Anfang improvisiert werden Dies sind Zusatzmöglichkeiten, die in der Punktierung aber unten stehen. (s. Anhang: Schirizeichen: die beiden letzten Punkte). Es steht dann offen, ob der Schiedsrichter jeweils einen Strafpunkt vergeben kann; wobei jede Mannschaft 3 Strafpunkte sammeln kann, ehe diese als positive 3 Punkte der anderen Mannschaft gut geschrieben werden. Oder ob er - je nach Schwere des Fouls - genauso viel Punkte wie das Publikum vergeben kann (also differenzieren kann zwischen 1 und 3). Oder ob das Publikum für beide Mannschaften abstimmt, wobei nur die Mannschaft die Punkte bekommt, die die meisten Stimmen hat. Oder ob für jedes Spiel einzeln abgestimmt wird, so dass immer beide Mannschaften Punkte bekommen. All dies wäre jetzt ein zweiter zu diskutierender Punkt. Aber mein Anliegen ist das Schiedsrichtersystem zu überdenken, als Anregung für die nächsten Meisterschaft, als Diskussionspunkt beim Improkongreß oder auch hier im nächsten Rundbrief. Bei Unklarheiten oder für detaillierte Informationen stehe ich gerne zur Verfügung: einfach anrufen oder mailen. Liebe Grüße Bernd Witte Anlage 3 Hallo liebe Improgemeinde, wir, das Orgateam der DM 2005, möchten euch immer auf dem neusten Stand halten. Bislang haben sich ca. 35 Gruppen bei uns angemeldet. Alle bekamen eine Anmeldebestätigung. Sollte dies für irgendjemanden nicht zutreffen, so meldet euch bitte umgehend bei uns. Unter anmeldung@impro-meisterschaft.de erreicht ihr uns. Weitere Informationen gibt es momentan nicht, außer das wir natürlich auf Sponsorensuche sind. Sobald sich etwas Neues tut, werden alle von uns informiert. Wir wünschen euch einen schönen Sommer und viel Spaß bei allem, was ihr tut. Liebe Grüße vom DM Team Birgit und Werner von Tatwort, Birgit und Roland von Isar 148 Anlage 4 Hallo ihr Impros aus nah und fern! Wir grüßen euch aus Halle und wollen euch schon mal mitteilen, dass die zweite Impronale vom 03. bis 05.12.2004 in Halle stattfindet. Macht euch also schon mal einen Vermerk in euerem Kalender! Außerdem kann man sich wieder für den Improkal bewerben für neue Improformate, also seid kreativ und innovativ und viel Spaß beim Experimentieren, wir sind gespannt darauf!!!! Herzliche Grüße Das Impronaleteam Franka Söll Improvisationstheater http://www.kaltstarthalle.de Tel.: 0345 / 2022134 »Echt riesig der Kleinste – Impuls-Theater-Verlag« | |
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