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Improliga Rundbrief: 3. Quartal 1998

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Schiedsrichter-Handzeichen

Als Ergänzung zu meinen Ausführungen über den Schiedsrichter im letzten Rundbrief füge ich hier noch einmal das Bewertungssystem der LIF bei, das mir sehr gut ausgearbeitet erscheint, zumindest, was die "Fouls" betrifft. Dem ist natürlich nicht benommen, auch positive Ereignisse durch Bewertung herauszustellen.

1. Schwere Störung
Doppelte Bewegung des Unterarms

2. Verspätetes Spiel
Mit erhobenem Zeigefinger die Hand drehen

3. Illegale Spielerzahl
Mit der Hand an den Kopf schlagen

4. Nicht beachteter pantomimischer Gegenstand
Die Hand zieht am Schal

5. Formfehler
Wiederholte Schläge auf den Arm mit der Handkante

6. Sich lustig machen
Lange Nase zeigen

7. Nicht respektiertes Thema
Mit den Zeigefingern ein Rechteck malen

8. Klischee
Schlag auf die Fersen

9. Sich absetzen
Armbewegung von oben nach unten mit geschlossenen Fäusten

10. Verwirrung, Undeutlichkeit
Umdrehung der Arme vor der Brust

11. Härte, abstoßender Charakter
Faustschlag auf die offene Hand

12. Rollenverweigerung
Die Hand bedeckt das Gesicht

13. Kein oder zu wenig zuhören
Hand auf den Ellbogen

14. Verstopfen oder verschleppen (größerer Art)
Die Arme machen ein X Richtung Schultern

15. Schlechtes Verhalten
Die Hände auf die Hüften

16. Hauptspielbestrafung
Doppelte Handbewegung auf die Hüfte

17. Schon gesehen
Die Hand vor das Auge in Form eines O

 

Anlage von Steife Brise

Theatersport in Zukunft (eine Idee zu Bernd Wittes Gedanken aus dem letzten Rundbrief):

1. Hälfte
Herausforderung
Jury Spiel*)
Forderung
(Jury Spiel)

2. Hälfte
Herausforderung
Jury Spiel
Vergleichend u./o. Auge um Auge Szene

*) Jury Spiel meint, daß die Richter bestimmen, was gespielt wird (z.B. gemischte Szenen, "eine Szene mit Status", Ein Lied, ...).

Was gespielt oder zu was herausgefordert wird, bleibt den Teams überlassen. Die Jury besteht aus mind. 2 Richtern (Spieler mit guter Spielerfahrung).
Es kann zu allem herausgefordert werden. Eine Herausforderung kann auch abgelehnt werden von einem Team (das letzte Wort haben allerdings immer die Richter). Die Richter werden angehalten sehr streng zu urteilen und Teams zu verwarnen, Strafkörbe zu verteilen, langweilige Szenen auszuhupen oder Hilfe zu geben (dies aber eher weniger, da die Teams sich selbst helfen sollten).

Die Richter sind ernste Figuren, d.h. keine Rollen, sondern Richter in Roben oder ähnlichen, die respektvoll behandelt werden müssen.
Die Punktevergabe verläuft so, daß beide Richter beiden Teams jeweils 0-3 Punkte geben können. Das Publikum vergibt wie gehabt 5 Punkte für die beste Szene bzw. für die besten Impulse in einer gemischten Szene.

Ein neutraler Moderator führt kurz und knapp (keine Rampensau!) durch den Abend . (Alle männlich verwandten Formen meine ich natürlich auch weiblich, also Richterin, Schauspielerin, etc.)
Wer das neue Keith Johnstone Buch gelesen hat, wird vieles wiedererkennen, aber ich hoffe ihr glaubt mir, wenn ich Euch sage, daß wir schon vor dem Erscheinen der deutschen Ausgabe an diesem Theatersportmodus gearbeitet haben, Danke!

 

Anlage von Neckarwerke

Reaktion auf die Gedanken von Bernd Witte zu der Unterschiedlichkeit der Spielformen und der Funktion des Schiri bei Matches:
Ich will nicht alles wiederholen, was Bernd Witte geschrieben hat (s. letzter Rundbrief), da ich seinen Ausführungen im Wesentlichen zustimme. Ich denke, daß eine klare Differenzierung zwischen den Spielformen nötig ist. Der Schiri sollte aus mehreren ernsthaft sein: 1. Aus künstlerisch-dramaturgischem Grund (Steuerung des Abends); 2. aus Künstlerisch-pädagogischem Grund (Vermittlung von Aspekten der Improvisation); 3. aus ästhetisch-kulturellem Grund, d.h. in einer Zeit, in der die Unterhaltungsbranche (und bisweilen die "ernste" Kulturarbeit) zunehmend die Verantwortung für ihr Handeln relativiert, indem die Inhalte und die Formen beliebig, virtuell oder gar vielgestaltig werden, finde ich es gut und erfrischend, neben dem Live Charakter der Impro auch klare Reibungsflächen für das Publikum und die (Mit-)Spieler zu bieten. Diese Reibungsflächen sind bspw. Auch das Genuine bei den Matches und sollten deshalb nicht aufgelöst werden. Ich denke, es kann gerade hier auch ein gutes Beispiel für eine bestimmte Form des Wettstreits vermittelt werden: ernsthafte Spiellust plus fairer Kampf.

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»Der Inhalt macht den Unterschied«
Impuls-Theater-Verlag
20. November 2017, 03:21 Uhr
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http://theaterverlag.eu/34.Improliga_Rundbrief.html?lc%5Bitem%5D=1998-3&PHPSESSID=18a491b8fa5eb03edc3dcf95168832aa
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