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Improliga Rundbrief: 2. Quartal 1999

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1. Quartal 20052. Quartal 20053. Quartal 20054. Quartal 2005
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1. Quartal 20022. Quartal 20023. Quartal 20024. Quartal 2002
1. Quartal 20012. Quartal 20013. Quartal 20014. Quartal 2001
 2. Quartal 20003. Quartal 20004. Quartal 2000
1. Quartal 19992. Quartal 1999 4. Quartal 1999
1. Quartal 19982. Quartal 19983. Quartal 19984. Quartal 1998
1. Quartal 19972. Quartal 19973. Quartal 19974. Quartal 1997



INFO

Für alle Theatersportgruppen, die die Lizenz erwerben wollen: Das Loose Moose Theatre hat die Organisation der Lizenzen abgegeben und diese wird nun vom ITI (Inernational Theatresports Institute) verwaltet, bzw. vergeben. HIWEIS: Nochmals: Gebt bei der Überweisung der Rundbriefgebühr bitte euren Gruppennamen an, da ich Privatpersonen - wenn sie mir nicht persönlich bekannt sind - nicht zuordnen kann.

 

ANLAGE EMSCHERFBLUT

Wir sind zur Zeit viel mit Open-airauftritten unterwegs und sammeln hier Erfahrungen, welche Strukturen draußen gehen (z.B.: Spiele mit großen Gesten,d.h; Pantomime, Comic, Stummfilm, Tanztheater, etc.); einfach strukturierte Spiele (wie: das ABC-spiel) und natürlich Gesangsspiele über Micros. - Die genaue Auswertung läßt noch ein bißchen auf sich warten und wir werden nach dem Sommer mehr wissen (so.) Ansonsten sind wir weiterhin eifrig mit der Organisation der Europameisterschaft beschäftigt. Wir werden vom 4 - 6 11. am Festival in Graz teilnehmen und spielen auch weiterhin unser neues Showformat: "Der Goldene Hirsch", das Festival der Improvisationen. Außer unseren festen Mittwochterminen im Theater "Fletch Bizzel" in Dortmund, haben wir einen zweiten monatlichen Spieltermin in Köln im "Arteather" eingerichtet, der sehr gut angenommen wurde. Viele Grüße und einen schönen Sommer wünscht euch Bernd Witte.

 

ANLAGE 7

Hier ein Vorschlag zur weiteren Gestaltung des Rundbriefs: In den letzten Ausgaben desselben, ist mir aufgefallen, daß es doch sehr viele Neuzugänge in der Improliga gibt was ja auch schön ist, und diese sich ziemlich umfangreich mit ihren Biographien präsentieren. Man möge mich für diesen Kommentar rügen ...aber ich fände es besser, doch die inhaltliche Auseinandersetzung, den inhaltlichen Austausch und die inhaltliche Bereicherung der verschiedenen Teams wieder mehr in den Mittelpunkt des Rundbriefes zu rücken. (Vielleicht mit einer Extra-Sparte "Inhaitliches'????) Hierfür will ich auch gleich einen Anfang machen: Da die Qualiflkatiosmatche für die Deutsche Meisterschaft nun begonnen haben, wurde mich der Verlauf dieser interessieren, vor allem unter den Gesichtspunkten: Rolle des Schiedsrichters, Spannung und Verkrampfung der Teams, Qualität der improgeschichten. Meiner Beobachtung nach (auch hierfür möge man mich rügen) waren die Gesichter immer dann angespannt und das "wir haben Spaß..." kam eben immer dann doch unglaubwürdig zwischen den Lippen hervor, wenn es um 'etwas' ging. Seins die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft oder die Verteidigung des Namens der Mannschaft oder.... Auch die Improgeschichten wurden immer sicherer, d.h. bestimmte Menschen spielen bestimmte Spiele, deren Technik sie perfekt beherrschen, die Geschichten werden dabei vernachlässigt und statt einem Zusammenspiel macht sich eine Rampensaumentalität breit. Ja, Ja, .... ich weiß das war nicht immer und bei allen so, trotzdem geht es darum solche Mechanismen zu vermeiden, da sie meiner Meinung nach dem Improvisationscharakter widersprechen. Vielleicht hat der /die eine oder andere eine Idee oder eine Meinung dazu.. Würde mich um Stellungnahmen freuen. Mit lieben Grüßen, Isolde Fischer (Drama light/ Neckarwerke) e-mail: isi.ftscher~gmx.de

 

Theater L.U.S.T. präsentiert: "improVision"

Der Weg zum Erfolg ist mit Rosen gepflastert... Unsere Testserie mit diesem neuen Improformat im CinemaxX ist abgeschlossen. Hier (wie versprochen) unsere Erfahrungen: Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem neuen Rahmen (alles ist förmlicher, "offizieller", eben wie bei einer Oscar-Verleihung) waren wir am Ende sicherer, was den Ablauf angeht. Schwachstellen wie Lücken im Ablauf oder Rollenunklarheiten haben wir (auch dank Videoanalyse) abgeändert. Immerhin muß jeder der vier DarstellerInnen 3-4 unterschiedliche, ständig wechselnde Aufgaben übernehmen: a) SchauspielerIn b) Regisseurln c) Bühnenarbeiterln und (zwei der vier AkteurInnen) d) Moderatorln. Zusätzlich müssen die Improspielerlnnen während des Abends auch in jeder Geschichte eine (oft mehrere) Figur/en verkörpern. Am Ende hauen wir dann auch mehr Klarheit über die Rolle und den Charakter der RegisseurInnen. Die vierte und letzte improVision war mit Abstand die beste! Alle vier Geschichten waren gut bis sehr gut: plausibel, interessant, spannend, ohne Pannen oder Mißverständnisse und mit z.T. seht schönen Charakteren. Keine Längen oder Umwege und praktisch jedes Lied ein Treffer. Zum Abschluß also die Versöhnung. Denn bei den Malen vorher lief nicht alles so gut und ich persönlich war z.T. sehr unzufrieden und haue Zweifel ob wir schon "so weit sind". Denn bei der imnproVision reicht es nicht, spontan und witzig zu sein, man muß schauspielerisch sehr wandlungsfühig sein und Vorgaben schnell umsetzen können und Ahnung von Regie haben und von Geschichtenaufbau und noch passabel singen (und reimen) können. Glücklicherweise kam die improVision trotz anfänglicher Längen, unlogischen Entwicklungen oder leichten Spannungen auf der Bühne - von Beginn an beim Publikum gut an, das schon bei der Premiere beeindruckt war. Durch Kostüme, Requisiten und etwas Bühnenbild werden die Geschichten "plastischer" und vielseitiger. Und oft war die Geschichte insgesamt zwar Mist aber es gab wenigstens zwei oder drei gute Szenen darin oder ein schönes Lied, eine pantomimische Einlage usw., die dann in den Köpfen des Publikums hängenblieben. Und wenn jemand - auf Anweisung des Regisseurs - kurz mal seine Biographie als Lied singen soll, sind alle Zuschauerlnnen erst entsetzt ("Der arme Kerl - wie soll er denn das schaffen - aus dem Nichts!") und dann begeistert, weil der Spieler es einfach macht (und dabei oft auch noch gute Songs entstehen)! Die Lieder sind das Sahnehäubchen! Glück im Unglück: Der Zeitungskritiker kam nicht zur Premiere (d.h. kein Artikel darüber), dafür zur zweiten Aufführung, so daß die Kritik dann besser ausfiel, als sie das bei der 1. improVision geworden wäre... Was tatsächlich funktioniert ist die Bewertung: Das Publikum muß am Ende der Geschichte entweder eine Rose werfen oder ein Ei. Und obwohl der Regisseur diesen "Regen" über sich ergehen lassen muß gab es keine Verletzungen. Allein für dieses Bild - der Kandidat wird mit 90-120 Rosen (oder Eiern) beworfen - lohnt sich die Aufführung. Beide Dinge sind übrigens wiederverwendbar, da aus Plastik. ("Nachhaltiges Improtheater"!). Die Akustik im Kinosaal ist ganz schlecht für Theater: gedämpft und trocken wie in einem vollen Kleiderschrank. Singen ohne Mikro ging gar nicht. Schwierig waren alle "leisen" Szenen. Und auch das Publikum fühlte sich unwohl, weil "gedämpft". Es war schwer ausgelassenere Stimmung zu erzeugen. RIESENSTRESS außerdem bei Auf- und Abbau: Den Gesetzen des Kapitalismus folgend, ließ das CinemaxX weder den Film vorher noch den danach (um 23 Uhr, der etwa für fünf Zuschauer läuft) ausfallen. Das bedeutete ca. 30 Minuten Zeit für den gesamten Aufbau direkt vor dem Auftritt - und das mit zwei Leiterngerüsten, vier Garderobenständern, Fundus, Musikanlage, Lichtstativen usw.! Und ca. 15 Min. Zeit für den Abbau - direkt nach dem letzten Applaus. Das war oberätzend! Ohne Aufwärmen von 0 auf 100 starten.

Christian M. Schulz

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»Vielfalt – Impuls hat die Stücke«
Impuls-Theater-Verlag
20. November 2017, 08:37 Uhr
info@theaterverlag.eu
http://theaterverlag.eu/34.Improliga_Rundbrief.html?lc%5Bitem%5D=1999-2&PHPSESSID=0da5dd53c626b1954434c649aeb2457f
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