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Improliga Rundbrief: 3. Quartal 2006

1. Quartal 20062. Quartal 20063. Quartal 2006 
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Rundbrief III/ 06

Anlage 1
EMSCHERBLUT


Die Theatersport WM ist nun vorbei. Aber trotzdem gibt es noch eine Menge Impressionen, Anregungen und neue Kontakte, die weiterwirken. So war es sehr interessant, einige neue Gruppen kennenzulernen (und natürlich auch alte Bekannte wiederzusehen).

Es war sehr angenehm zu sehen, dass auch schwächere Gruppen nicht plattgespielt wurden, sondern von den stärkeren Gruppen supportet wurden (was ja nicht immer selbstverständlich ist: ich erinnere mich an die Atmosphäre bei der münchner Deutschen Meisterschaft – das war durchaus verkrampfter und konkurrenzgeladener). Ws mir aber am meisten gefallen hat war, dass wir als deutsche Improszene tatsächlich so gut zusammenarbeiten können, dass wir mit Hilfe dieses Netzwerkes diese riesige logistische und organisatorische Leistung zusammen stemmen konnten. Es ist klar, dass es auch hier immer wieder mal Verstimmungen, Schwierigkeiten und verschiedene Einschätzungen gab, aber im Großen und Ganzen war diese WM ein großartiger Anlaß, mal wieder in einem größeren Rahmen mit möglichst vielen etwas zusammen zu machen, einander zu treffen (siehe die Arhöna-Treffen, die Schiritreffen, die Treffen der deutschen Mannschaft) und so in einen vermehrten Austausch (und zum Teil in neue Diskussionen) zu kommen.

Nun soll es auch weitergehen und sowohl der ID als auch das berliner Theatersport-Büro überlegen (mit den LVs zusammen), was kann man weitermachen, wofür kann man die nun bestehenden Strukturen nutzen etc.
Es braucht keinen festen Verband (wie die französische Liga) geben, aber der Austausch und neue Projekte sind natürlich immer spannend und hilfreich und vielleicht kann man das in größerem Rahmen machen als nur bei den Einzelmatch-Begegnungen.

Aber das ist erstmal Zukunftsmusik – doch die Instrumente stehen schon bereit, sie anzustimmen.

Bernd Witte



Anlage 2
Urban Luig


Hallo Impro-Gemeinde,

Die THEATERSPORT-WM stand für mich auch ganz im Zeichen der Begegnungen und der Bereicherung, andere Spielstile kennen zu lernen.
(...) Der Final-Abend im ‚Theater am Kurfürstendamm’ geriet zu einem ‚Who is Who’ der Impro-Szene. Ich persönlich war sehr überrascht, dass die Entscheidung 2 Weltmeister auszurufen, nicht alle überzeugt hatte! Im Theater war deutlich zu spüren, dass das Publikum keine Entscheidung wollte, und den Titel zu teilen war die perfekte Lösung. Auch die perfekte Lösung im Impro-Sinne überhaupt, denn wir alle wissen ja, dass kein wirklicher Wettkampf ausgefochten wird! Wie könnte man das besser beweisen, als auf die sofort kommenden Frage ‚Wer ist den nun eigentlich Erster geworden?’ – ‚Beide’ zu antworten und damit im entscheidenden Moment das System ‚Fuck the Rules’ anzuwenden.

Aber es gibt zu allem und jedem Dutzende von Meinungen. Auch das ist eine Regel, die immer gilt, und dass ein Riesen-Event wie die Impro-WM Fans und Gegner findet, ist wohl nicht zu vermeiden.
Ich war von der WM sehr begeistert. Der absolute Höhepunkt war für mich der Samstagabend im ‚Shake’ – In den drei Teilen des Abschlussabends bekam man ein einmaliges Spektrum von Improvisationstheater zu sehen! Wunderbar. Die Spielweisen (und auch die Qualitäten) der einzelnen Szenen waren sehr unterschiedlich. Impro ist auf der einen Seite so stark und so ‚sicher’, dass es garantiert unterhält, aber dadurch auch die Gefahr in sich birgt, risikolos und abgedroschen zu werden. Und auch die andere Seite war zu sehen, das wilde und unsichere Drauflos-Spielen und Scheitern. Wie man allerdings scheitert ist für mich eine der wichtigsten Fragen beim Improvisieren. Und auch hier gab es beides zu sehen: das für alle Beteiligten schreckliche und das geniale Scheitern.

Die Impro-WM hat einen Meilenstein gesetzt. Sie war möglich, weil es die 2 Strömungen in der internationalen Impro-Szene gibt: sehr erfahrene Spieler und Gruppen, die mit teilweise 15jähriger Erfahrung eine Impro-WM möglich machen, für Qualität bürgen und dafür, dass Impro sich in der deutschen Theaterlandschaft etabliert – und auf der anderen Seite die große Menge an immer nachwachsenden Impro-Begeisterten, die keinen so langen Weg hinter sich haben, aber sehen, was möglich ist, die von Erfahrungen profitieren und die ‚Alten’ vor die schwere Aufgabe stellen, wach zu blieben und sich immer wieder neu einzulassen.
Allen die die WM möglich gemacht haben, ein riesiges Dankeschön, und ich freue mich auf viele neue Begegnungen! (...)

Herzliche Grüße in die IMPRO-Welt

Urban

 

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»Vielfalt – Impuls hat die Stücke«
Impuls-Theater-Verlag
22. November 2017, 02:53 Uhr
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