Schnellsuche
> Erweiterte Suche
Kontakt
Postfach 1147
82141 Planegg
Tel.: 089 8597577
info@theaterverlag.eu
> Impressum, AGB, FAQ
Funktionen
Schriftgröße:
Druckversion
Weiterempfehlen

Spiele- und Know-How-Pool

3
3-Tote
A
Alle Variationen von...
Am Unbekannten Ort
B
Bandwurm
Bibliothek des Zufalls
Biografie-Theater
Black Eyed Blonde
Blank Slate
C
Chanson-Solo
Click
Cutting-Room
D
Das Ausdenkspiel
Das Autorenspiel
Decreasing Scene
Der Katalysator
Der Reigen
Die Marketinggruppe
Dinge, die wo leben
E
Eins aus drei
Endowment = Ratespiel-Solo
F
Filmrollback
Forschung & Entwicklung
Found Objects
G
Geschlechter – Teamwechsel
Gorilla-Theater
Gromolo Switch Synchro
Gromolo-Oper bzw. Gromolo-Drama mit Übersetzer
Gute Seifen, schlechte Seifen
H
Harold, kurze Beschreibung
Harold, lange Beschreibung
Höhepunkteinstieg
I
Impro – Highländer
Impro-Zen
Interview rückwärts
K
Künstler-Match
L
Lotus
M
MS Hildegard
Mixed Replay Marathon
MordART
Märchen-Replay
Mythologie
P
Perspektiven
Puppenspiel
R
Rampensau – eine schöne Übung
Replay
Roethke
S
Schatzsuche
Schriftsteller-Spiel (Typewriter)
Soundtrack
Synchro Replay
T
Translation
Tripple Play oder Triather
W
Wachsen und Schrumpfen mit Zetteln
Wachsen-Schrumpfen (Staffette)
Wechselbad der Gefühle – einfache Version
Wechselbad der Gefühle – verschärfte Version
Z
Zum Beispiel



Dinge, die wo leben

(Objekttheaterkonzept von Siggi Weckerle)

Zwei Spieler, eine leere biertischgroße Bühne, ein paar Kindermusikinstrumente, ein Koffer mit hundert Teilen Krimskrams drin: Zahnbürsten, Flaschen, Kreppapier, Filmdosen, Müll... - kein Bühnenbild. Eine improvisierte Geschichte wird enstehen, inspiriert von Vorschlägen aus dem Publikum und den verwendeten Objekten.

Vielleicht wird's ein Heimatfilm mit Jäger Gangolf (ein Lolli) und Tannenzapfen als Kühen? Eine keltische Saga mit unseren irdischen Helden (Kondensmilchflaschen) gegen das Heer der Sachsen (Plastiktröten)? Oder ein Krimi, in dem ein Pflasterstein eine Glühbirne grausam ermordet?
Natürlich hat die Beschaffenheit der Objekte Einfluss auf das Spiel: die Glühbirne ist ein ideales Mordopfer. Aber wenn der "Generalmajor" (von einer Zahnbürste gespielt) Sti(e)l hat und auf seine exakte Bürstenform stolz ist, ist's ein zwar willkomener aber kurzlebiger Gag. Wichtiger ist ein sehr naiv-kindlicher Zugriff, durch den praktisch jedes Objekt jede Rolle übernehmen kann.

Es ist immer wieder faszinierend, wie ungeheuer der Phantasiemotor im Kopf anspringt, sind ein paar unscheinbare Dinge auf dürftiger Bühne erstmal zu Personen geworden.
Das spült Spieler und Publikum dann in einen Strudel der Magie: es grenzt an Zauberei, welch ausgeprägte Persönlichkeit, Tiefe des Charakters und Würde ein halbes Überraschungsei im Verlauf einer Geschichte entwickeln kann.

Die beiden Spieler sind als Person Teil der Vorstellung, treten in Beziehung zu den Objekten: der "Bildhauerblick", mit dem sie ab und zu die Bühnensituation aus Zuschauerperspektive betrachten und Abstand von der Geschichte nehmen, eventuell kritisch reflektieren, wohin uns die Eigendynamik des Spiels getragen hat, ist faszinierend für Akteure und Zuschauer.

Der Enstehungsprozeß einer Geschichte aus dem Nichts, die Unmittelbarkeit und Einmaligkeit des Geschehens aus Spiel und Improvisation, und die Art der Zusammenarbeit der Spieler (wer spielt welche Figur, bringt welche Impulse... hat der andere eventuell eine bessere Idee oder ist er/sie mit dem Spiel des anderen unzufrieden) liegen als Metaebene über der Geschichte: Work in progress. A propos Länge: es kann sein, daß eine Geschichte nur 5 Minuten dauert, eine andere eventuell eine Stunde - ein guter Durchschnitt wären 20 Minuten. Ob eine oder mehrere Geschichten gespielet werden, sollte man dem Moment überlassen.

. . .
»Vielfalt – Impuls hat die Stücke«
Impuls-Theater-Verlag
25. November 2017, 02:50 Uhr
info@theaterverlag.eu
http://theaterverlag.eu/35.Spielepool.html?lc%5Bitem%5D=5&PHPSESSID=edea1fa32be2b47ce5377240350f1ab8
Alle Rechte vorbehalten. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlages.